Vom Drehplan zur Tagesdisposition

Je näher der erste Drehtag rückt, umso mehr kommt die Maschinerie der Filmproduktion ins Laufen. Alle Abteilungen liefern ihre letzten Ergebnisse, Vorbereitungen und Einsatzpläne ab. Entlang des Drehplans werden die Abläufe jedes einzelnen Drehtages zuvor durchgespielt. Die Erfordernisse zum Gelingen des Drehs aus jeder Abteilung des Filmteams werden minuziös festgelegt. Jeder Drehtag wird oft von 4.00 Uhr früh bis abends 23.00 Uhr und jeder Nachtdreh von mittags 12.00 Uhr bis in den nächsten Morgen hinein durchgeplant. Diese Planung bildet die Grundlage der Tagesdispositionen oder Call Sheets, die am Vorabend an alle Mitglieder des Filmteams verteilt werden. Sie sind der Einsatzplan des gesamten Teams für den nächsten Tag, das Uhrwerk hinter dem reibungslosen Ablauf eines Drehtags.

Mit dem Startschuss der ersten Filmklappe geht die gesamte Filmcrew gemeinsam ins Rennen der Dreharbeiten, den Wettkampf der Traumwelt gegen die Widrigkeiten des Alltags, unter dem zwiespältigen Motto: “It’s magic Time!” und “Time is Money!”.

Jede Szene des Films muss in ihrer bestmöglichen künstlerischen Qualität, aber auch in möglichst kurzer Zeit abgedreht werden, denn jeder Drehtag verschlingt enorm viel Geld. Zehntausende bis Hunderttausende, ja mittlerweile bereits Millionen von Euro kostet unter Umständen ein einziger Drehtag, um die Magie der Traumwelt in ihrer technisch immer perfekteren und aufwendigeren Darstellung umzusetzen. Hier zählt manchmal wirklich jede Minute.

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