Spezialeffekte
Die SpezialeffekteDurch die rasante Entwicklung der digitalen Computertechnologie hat die Abteilung der Spezialeffekte bei der Herstellung eines Films seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung gewonnen. Filme wie die Trilogie „Krieg der Sterne“ von George Lucas, „Jurassic Park“ von Steven Spielberg, in dem längst ausgestorbene Dinosaurier plötzlich hautnah und lebensecht die Zuschauer in Angst und Schrecken versetzen, oder die Science-Fiction-Reihe „Matrix“ konnten nur durch die Arbeit dieser Spezialisten auf die Leinwand gebracht werden. Mit der Kombination von Modellbau und Computersimulation eröffnen die Special-Effects-Zauberer den Regisseuren immer neue Möglichkeiten, die Grenzen der Realität zu überschreiten und immer perfektere Scheinwelten zu kreieren. Dabei agieren die Schauspieler vor einem blauen Hintergrund, dem so genannten Blue-Screen. Das wird auf die Filmrolle gebannt, bevor man dann am Computer den blauen Hintergrund durch Raumschiffe, Drachen oder andere im Original zu kostspielige oder nicht vorhandene Gegenstände beziehungsweise Kreaturen ersetzt.
Der erste rein digital produzierte Erfolgsfilm „Toy Story“ der Walt Disney Studios Mitte der 90er-Jahre hatte noch den Charakter eines Zeichentrickfilms. Die neu gewonnene Dreidimensionalität, die auch das erste Mal sehr professionell in „Monster AG“ zu sehen war, ist heute der Standard der Technik und wird ständig weiterentwickelt – zuletzt mit „Findet Nemo“ und „Shark Tales“. John Williams, einer der „Großmeister des neuen Humors“, der mit „Shrek“ eine Generation von „Antimärchen“ gegen die langweilige Machart der Disney-Kultur schuf, lotet die Grenzen des Machbaren immer weiter aus und dringt dabei in immer neue Animationsdimensionen vor. „Valiant”, John Williams neuer Film über eine bunt zusammengewürfelte Gruppe Tauben, die als Reservisten in den Krieg einberufen werden, startet, von Disney vertrieben, im Frühjahr 2005 in den Kinos. Und für 2006, das heißt Produktionsbeginn ist Ende 2004, plant Williams einen Abenteuerfilm über Affen im Weltall mit dem Titel „Space Chimps”.
Mit den „Asterix“-Zeichentrickfilmen hat diese Technik nichts mehr zu tun – die gehören noch der alten Generation an. Die fortschreitende Entwicklung in diesem Bereich wird uns schon bald die ersten lebensechten - aber trotzdem virtuellen - Schauspieler präsentieren, die ebenso realistisch wie Steven Spielbergs Dinosaurier aus der Vergangenheit die Kinoleinwände der nahen Zukunft bevölkern werden. Die neuen technischen Errungenschaften ermöglichen es den heutigen Spezialisten bereits, ganze Städte samt Bewohner virtuell zu erschaffen. Filme wie „Der Gladiator“ von Ridley Scott benötigen dadurch nicht länger den aufwendigen Bau realer Kulissen des alten Roms oder einen filigranen Nachbau in Dutzenden von winzigen, detail- und maßstabsgetreu-en Modellen. Auch die Abertausende von Statisten, die in den Hollywood-Monumentalfilmen der 40er- und 50er-Jahre noch das Kolosseum oder die Straßen Roms während der zahlreichen Triumphaufmärsche bevölkerten, können heute durch die Möglichkeit der virtuellen Vervielfältigung auf einen Bruchteil reduziert werden. Nur mit diesen Hilfsmitteln aus der Trickkiste der Special-Effects-Künstler wird es in Zukunft noch möglich sein, die aufwendigen Spektakel großer Action-Science-Fiction- oder Fantasyfilme wie „Harry Potter“ oder „Der Herr der Ringe“ zu finanzieren und technisch überhaupt zu produzieren.
Man geht davon aus, dass der Anteil der Special Effects oder auch der CGIs (Computer Generated Images, also am Computer hergestellte Bilder) bei Filmproduktionen stetig steigt (bei dem geplanten „Terminator 4“ sollen von einem Budget von 100 Millionen ca. 20 Millionen für Special Effects zur Verfügung gestellt werden), sodass es auch für den Produzenten immer wichtiger wird, die richtigen Herstellungsleiter und Spezialisten mit entsprechender Erfahrung sowohl in der Kalkulation, wie auch in der Fertigung dieses Spezialbereichs des Films zu beschäftigen.
Volker Engel („Universal Soldier“, „Godzilla“, „Ring der Nibelungen“), Oscarpreisträger und mit Marc Weigert Inhaber des Special-Effects-Unternehmens „Uncharted Territory“ in Los Angeles, empfiehlt, dass die Special Effects Supervisor schon zu Beginn der Produktion mit eingebunden werden. Denn durch die Durchforstung des Drehbuchs nach im Computer zu bearbeitenden oder zu erstellenden Szenen lässt sich die Effizienz und damit Wirtschaftlichkeit deutlich steigern. Nur der Profi im Bereich der digitalen Bearbeitung weiß, welche Szenen schwer und teuer am Computer zu bauen sind und was sich mit relativ geringem Aufwand realisieren lässt. So kann der Regisseur seinen Zeitplan für den Dreh und die Nachbearbeitung besser einhalten und bis zu einem Drittel der Kosten sparen.
„Immer noch werden die Special Effects Companies erst nach den Dreharbeiten vom Regisseur beauftragt, bestimmte Szenen für den Film zu entwickeln, geben dafür oft zuwenig Zeit und haben auch kein vernünftiges Konzept, da dies bereits vor Beginn der Dreharbeiten hätte entwickelt werden müssen. Diese mangelnde Professionalität, die durchaus auch bei Studioproduktionen vorkommt, kann Qualität und viel Geld, bis zu 35 Prozent, kosten“, erläutert Volker Engel, der für die Special Effects von „Independence Day“ einen Oscar erhielt.
Der erste rein digital produzierte Erfolgsfilm „Toy Story“ der Walt Disney Studios Mitte der 90er-Jahre hatte noch den Charakter eines Zeichentrickfilms. Die neu gewonnene Dreidimensionalität, die auch das erste Mal sehr professionell in „Monster AG“ zu sehen war, ist heute der Standard der Technik und wird ständig weiterentwickelt – zuletzt mit „Findet Nemo“ und „Shark Tales“. John Williams, einer der „Großmeister des neuen Humors“, der mit „Shrek“ eine Generation von „Antimärchen“ gegen die langweilige Machart der Disney-Kultur schuf, lotet die Grenzen des Machbaren immer weiter aus und dringt dabei in immer neue Animationsdimensionen vor. „Valiant”, John Williams neuer Film über eine bunt zusammengewürfelte Gruppe Tauben, die als Reservisten in den Krieg einberufen werden, startet, von Disney vertrieben, im Frühjahr 2005 in den Kinos. Und für 2006, das heißt Produktionsbeginn ist Ende 2004, plant Williams einen Abenteuerfilm über Affen im Weltall mit dem Titel „Space Chimps”.
Mit den „Asterix“-Zeichentrickfilmen hat diese Technik nichts mehr zu tun – die gehören noch der alten Generation an. Die fortschreitende Entwicklung in diesem Bereich wird uns schon bald die ersten lebensechten - aber trotzdem virtuellen - Schauspieler präsentieren, die ebenso realistisch wie Steven Spielbergs Dinosaurier aus der Vergangenheit die Kinoleinwände der nahen Zukunft bevölkern werden. Die neuen technischen Errungenschaften ermöglichen es den heutigen Spezialisten bereits, ganze Städte samt Bewohner virtuell zu erschaffen. Filme wie „Der Gladiator“ von Ridley Scott benötigen dadurch nicht länger den aufwendigen Bau realer Kulissen des alten Roms oder einen filigranen Nachbau in Dutzenden von winzigen, detail- und maßstabsgetreu-en Modellen. Auch die Abertausende von Statisten, die in den Hollywood-Monumentalfilmen der 40er- und 50er-Jahre noch das Kolosseum oder die Straßen Roms während der zahlreichen Triumphaufmärsche bevölkerten, können heute durch die Möglichkeit der virtuellen Vervielfältigung auf einen Bruchteil reduziert werden. Nur mit diesen Hilfsmitteln aus der Trickkiste der Special-Effects-Künstler wird es in Zukunft noch möglich sein, die aufwendigen Spektakel großer Action-Science-Fiction- oder Fantasyfilme wie „Harry Potter“ oder „Der Herr der Ringe“ zu finanzieren und technisch überhaupt zu produzieren.
Man geht davon aus, dass der Anteil der Special Effects oder auch der CGIs (Computer Generated Images, also am Computer hergestellte Bilder) bei Filmproduktionen stetig steigt (bei dem geplanten „Terminator 4“ sollen von einem Budget von 100 Millionen ca. 20 Millionen für Special Effects zur Verfügung gestellt werden), sodass es auch für den Produzenten immer wichtiger wird, die richtigen Herstellungsleiter und Spezialisten mit entsprechender Erfahrung sowohl in der Kalkulation, wie auch in der Fertigung dieses Spezialbereichs des Films zu beschäftigen.
Volker Engel („Universal Soldier“, „Godzilla“, „Ring der Nibelungen“), Oscarpreisträger und mit Marc Weigert Inhaber des Special-Effects-Unternehmens „Uncharted Territory“ in Los Angeles, empfiehlt, dass die Special Effects Supervisor schon zu Beginn der Produktion mit eingebunden werden. Denn durch die Durchforstung des Drehbuchs nach im Computer zu bearbeitenden oder zu erstellenden Szenen lässt sich die Effizienz und damit Wirtschaftlichkeit deutlich steigern. Nur der Profi im Bereich der digitalen Bearbeitung weiß, welche Szenen schwer und teuer am Computer zu bauen sind und was sich mit relativ geringem Aufwand realisieren lässt. So kann der Regisseur seinen Zeitplan für den Dreh und die Nachbearbeitung besser einhalten und bis zu einem Drittel der Kosten sparen.
„Immer noch werden die Special Effects Companies erst nach den Dreharbeiten vom Regisseur beauftragt, bestimmte Szenen für den Film zu entwickeln, geben dafür oft zuwenig Zeit und haben auch kein vernünftiges Konzept, da dies bereits vor Beginn der Dreharbeiten hätte entwickelt werden müssen. Diese mangelnde Professionalität, die durchaus auch bei Studioproduktionen vorkommt, kann Qualität und viel Geld, bis zu 35 Prozent, kosten“, erläutert Volker Engel, der für die Special Effects von „Independence Day“ einen Oscar erhielt.


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