Filmmusik
Ein weiteres ebenso zentrales wie vielfach unterschätztes Element zum Gelingen eines Films ist die Musik. Sie bildet den unsichtbaren emotionalen Boden, gleichsam den fliegenden Teppich, auf dem wir uns auf die Reise durch das Land der Träume begeben. Die Musik eines Films schafft in jeder Szene die entsprechende Stimmung, die emotionale Atmosphäre der geschilderten Handlung. Sie konditioniert die Wahrnehmung des Zuschauers bereits zu Beginn der ersten Kamerafahrt und stimmt ihn auf das Geschehen ein, das sich in den nächsten Minuten vor ihm entfalten wird.
Zahlreiche Experimente haben erwiesen, dass die Wirkung eines Films auf das Publikum bis zu 40 Prozent auf dem Einfluss der Musik beruht.
Stellen Sie sich doch einmal die berühmte Duschvorhang-Szene in Alfred Hitchcocks „Psycho“ ohne Musik vor - oder die dramatische musikalische Untermalung, wenn der „Weiße Hai“ wieder auf seine nächste Mahlzeit losschwimmt! Wäre das nicht langweilig?
Die Musik nimmt den Zuschauer auf einer unbewussten Ebene bereits gefangen, noch bevor die Macht der Bilder auf ihn einströmt. Ihre Wirkung kann so stark und nachhaltig sein, dass schon allein das Summen einer bekannten Filmmelodie im Zuschauer das gesamte Erleben des Films wieder wachruft. Darin zeigt sich die elementare Kraft von Filmmusik.
Den Hauptanteil bildet also die so genannte Score Music, die instrumentale Begleitung des Films mit einzelnen Musiksegmenten, die von der Wucht eines ganzen Orchesters bis hin zur subtilen Begleitung einer Szene mit nur wenigen Tönen eines einzigen Instrumentes reichen kann. Darin gezielt eingebaut sind die verschiedenen Lieder, die im Verlauf des Films die jeweilige Thematik einer Sequenz auch lyrisch kommentieren.
Diese Lieder werden im Genre der Musicals von den Hauptdarstellern selbst gesungen, ansonsten begleiten sie, wie das aus vielen Filmen bekannte Lied der Sängerin im Nachtclub, im Hintergrund die jeweilige Handlung. Oft werden sie auch einfach nur über die stummen Phasen einer Szene gelegt. Die Texte der Lieder bilden dabei eine zusätzliche dramatische Ebene, die den Verlauf der Geschichte gleichsam aus der Distanz des Erzählers begleitet und vertieft. Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist der Film „Leaving Las Vegas“ von Mike Figgis, in dem der Popstar Sting mit seinen warmen Melodien und seinen gefühlvollen Texten das kalte und schreckliche Schicksal eines dem Tode geweihten Alkoholikers und einer Prostituierten in ihrer ebenso intimen wie intensiven Liebesgeschichte begleitet.
Die Auswahl seines Komponisten ist für den Regisseur darum eine sehr subtile wie oft auch sehr persönliche Frage nicht nur des Musikgeschmacks, sondern auch einer gewissen Seelen- oder zumindest Gemütsverwandtschaft, im Erleben wie auch im Einsatz von Musik zur Untermalung seines Films.
Obwohl der Komponist erst im Laufe der Nachbearbeitung zum Einsatz kommt, also sobald eine erste Rohschnittfassung des fertigen Films zur Vertonung vorliegt, wählt ihn der Regisseur meist schon im Vorfeld der Dreharbeiten aus. So kann er bereits anhand des Drehbuchs die vielen verschiedenen musikalischen Themen und Leitmotive entwickeln, die er später in sekundengenauem Timing anhand des fertigen Films zu seiner Gesamtkomposition ausgestaltet. Je nach Genre komponiert er hierfür in der Regel bei einem Spielfilm mit 100 Minuten Länge zwischen 45 und 60 Minuten Musik.
Die Kosten für einen Score können bei den Topkomponisten und Oscargewinnern wie Hans Zimmer („König der Löwen“, „Rain Man“, „Gladiator“) oder James Horner („Titanic“, „Apollo 13“, „Braveheart“) zwischen 500.000 und 2.000.000 Dollar liegen.
Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der Musik ist allerdings, dass im Film auch Songs verwendet werden, die sich separat auf einer CD verkaufen lassen. Es gilt das Gesetz: Der Score ist wichtig für den Film, die Songs sind wichtig für zusätzliches Geld! Denn ohne die Filmmusik hätte zum Beispiel Titanic trotz des großen Umsatzes kaum Geld verdient. Der Soundtrack mit dem Hit „My Heart will go on“ von Celine Dion hat dann allerdings etwa 400 Millionen Dollar eingespielt!
Und so entwickeln auch erfolgreiche Musikproduzenten wie Klaus Badelt („Fluch der Karibik“, „Catwoman“, „Ring der Nibelungen“) und Christopher Franke („Universal Soldier“, „Stephen Kings Tommyknockers“) CDs, auf denen neben dem Score noch viele andere Hits zu finden sind, damit durch Verkäufe in den Plattenläden die teure Kinowerbung zusätzliches Geld in die Kasse des Produzenten spült.
Zahlreiche Experimente haben erwiesen, dass die Wirkung eines Films auf das Publikum bis zu 40 Prozent auf dem Einfluss der Musik beruht.
Stellen Sie sich doch einmal die berühmte Duschvorhang-Szene in Alfred Hitchcocks „Psycho“ ohne Musik vor - oder die dramatische musikalische Untermalung, wenn der „Weiße Hai“ wieder auf seine nächste Mahlzeit losschwimmt! Wäre das nicht langweilig?
Die Musik nimmt den Zuschauer auf einer unbewussten Ebene bereits gefangen, noch bevor die Macht der Bilder auf ihn einströmt. Ihre Wirkung kann so stark und nachhaltig sein, dass schon allein das Summen einer bekannten Filmmelodie im Zuschauer das gesamte Erleben des Films wieder wachruft. Darin zeigt sich die elementare Kraft von Filmmusik.
Den Hauptanteil bildet also die so genannte Score Music, die instrumentale Begleitung des Films mit einzelnen Musiksegmenten, die von der Wucht eines ganzen Orchesters bis hin zur subtilen Begleitung einer Szene mit nur wenigen Tönen eines einzigen Instrumentes reichen kann. Darin gezielt eingebaut sind die verschiedenen Lieder, die im Verlauf des Films die jeweilige Thematik einer Sequenz auch lyrisch kommentieren.
Diese Lieder werden im Genre der Musicals von den Hauptdarstellern selbst gesungen, ansonsten begleiten sie, wie das aus vielen Filmen bekannte Lied der Sängerin im Nachtclub, im Hintergrund die jeweilige Handlung. Oft werden sie auch einfach nur über die stummen Phasen einer Szene gelegt. Die Texte der Lieder bilden dabei eine zusätzliche dramatische Ebene, die den Verlauf der Geschichte gleichsam aus der Distanz des Erzählers begleitet und vertieft. Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist der Film „Leaving Las Vegas“ von Mike Figgis, in dem der Popstar Sting mit seinen warmen Melodien und seinen gefühlvollen Texten das kalte und schreckliche Schicksal eines dem Tode geweihten Alkoholikers und einer Prostituierten in ihrer ebenso intimen wie intensiven Liebesgeschichte begleitet.
Die Auswahl seines Komponisten ist für den Regisseur darum eine sehr subtile wie oft auch sehr persönliche Frage nicht nur des Musikgeschmacks, sondern auch einer gewissen Seelen- oder zumindest Gemütsverwandtschaft, im Erleben wie auch im Einsatz von Musik zur Untermalung seines Films.
Obwohl der Komponist erst im Laufe der Nachbearbeitung zum Einsatz kommt, also sobald eine erste Rohschnittfassung des fertigen Films zur Vertonung vorliegt, wählt ihn der Regisseur meist schon im Vorfeld der Dreharbeiten aus. So kann er bereits anhand des Drehbuchs die vielen verschiedenen musikalischen Themen und Leitmotive entwickeln, die er später in sekundengenauem Timing anhand des fertigen Films zu seiner Gesamtkomposition ausgestaltet. Je nach Genre komponiert er hierfür in der Regel bei einem Spielfilm mit 100 Minuten Länge zwischen 45 und 60 Minuten Musik.
Die Kosten für einen Score können bei den Topkomponisten und Oscargewinnern wie Hans Zimmer („König der Löwen“, „Rain Man“, „Gladiator“) oder James Horner („Titanic“, „Apollo 13“, „Braveheart“) zwischen 500.000 und 2.000.000 Dollar liegen.
Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der Musik ist allerdings, dass im Film auch Songs verwendet werden, die sich separat auf einer CD verkaufen lassen. Es gilt das Gesetz: Der Score ist wichtig für den Film, die Songs sind wichtig für zusätzliches Geld! Denn ohne die Filmmusik hätte zum Beispiel Titanic trotz des großen Umsatzes kaum Geld verdient. Der Soundtrack mit dem Hit „My Heart will go on“ von Celine Dion hat dann allerdings etwa 400 Millionen Dollar eingespielt!
Und so entwickeln auch erfolgreiche Musikproduzenten wie Klaus Badelt („Fluch der Karibik“, „Catwoman“, „Ring der Nibelungen“) und Christopher Franke („Universal Soldier“, „Stephen Kings Tommyknockers“) CDs, auf denen neben dem Score noch viele andere Hits zu finden sind, damit durch Verkäufe in den Plattenläden die teure Kinowerbung zusätzliches Geld in die Kasse des Produzenten spült.


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