Drehplan

Der Drehplan ist die organisatorische Grundlage der Dreharbeiten eines Films und seine Erstellung gleicht einem komplexen, faszinierenden Strategiespiel. Der 1. Regieassistent hat als Vorgabe die einzelnen Szenen des Drehbuchs mit ihren verschiedenen Drehorten, Innen- und Außenmotiven, Tag- und Nachtdrehs, den beteiligten Schauspielern und den diversen technischen, organisatorischen und finanziellen Notwendigkeiten. Die muss er alle immer wieder neu jonglieren und zum bestmöglichen Ablaufplan des Drehs sortieren. Hierfür legt er zunächst mit dem Regisseur das Pensum jedes einzelnen Drehtages fest und stellt dann alles zu möglichst effizienten Blöcken zusammen, die von Motiv zu Motiv in Tag- und Nachtschichten abgedreht werden. Dabei gilt es, die gesetzlichen Vorschriften zu Drehpausen und Überstunden ebenso zu beachten wie die organisatorischen Zeitabläufe beim Einrichten oder Wechseln eines Drehorts oder die terminlichen Vorgaben der Schauspieler.
Die Drehpausen werden oft von den gewerkschaftseigenen Controllern überwacht, die bei größeren Produktionen die Einhaltung der vertraglichen Regelungen überprüfen, die zum großen Teil auch auf den Richtlinien der Gewerkschaften basieren.

In enger Koordination mit dem Produktionsleiter, der für die organisatorische Umsetzung des Drehplans und die Erstellung der Kalkulation zuständig ist, geht dieser erste Drehplan durch viele Besprechungen und Varianten, bis unter Abwägung der drei Aspekte Ästhetik, Organisation und Finanzen die beste Lösung gefunden ist.

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