Drehort
Während der Produzent mit seinem Regisseur die Schauspieler für die wichtigsten Hauptrollen seines Films auswählt, erkundet der Herstellungsleiter mit seinem Team den optimalen Drehort für das Projekt. Entsprechend den Motiven und der Zeitepoche, in der das Drehbuch spielt, suchen sie nach geeigneten Originalschauplätzen und eventuell einem Studio, in dem die Sets einzelner Motive wie Unterwasserlabors, das Innere einer Raumkapsel oder eines ägyptischen Tempels gebaut werden können, die im Original nicht zu finden sind.
Sobald vom Location Scout und vom Location Manager alle geeigneten Drehorte gefunden sind und die Verfügbarkeit vor Ort sichergestellt ist, erstellt das Team des Herstellungsleiters auf der Basis des Drehbuchs und der dortigen Preise eine erste Kalkulation des Films.
So können dann die Dreharbeiten zu einem amerikanischen Western plötzlich nach Mexiko, Spanien oder sogar nach Bulgarien verlegt werden, weil dort die Produktionskosten erheblich günstiger sind. Oder, wie bei dem vielfach preisgekrönten Film „Amadeus“ von Milos Forman geschehen, dessen Salzburger und Wiener Straßenszenen aus dem Leben von Wolfgang Amadeus Mozart zum größten Teil in Prag gedreht wurden, weil dort die winkligen Gassen und Häuser der Altstadt noch original so aussahen wie im Österreich des 18. Jahrhunderts.
Finden sich keine Originalschauplätze, wird das Set kurzerhand gebaut. Dieses spannende und kostenträchtige Kapitel trifft vor allem Filme, die in einer anderen Zeit spielen, so zum Beispiel “Ask the Dust” mit Colin Farell und Selma Hayek im Hollywood der 30er-Jahre. Hierfür wurde in Südafrika ein Set gebaut, das Häuser, Straßen, Straßenbahnen, Bürgersteige und Schaufenster jener Zeit zeigt. So eine Kulisse kann durchaus mehrere Millionen Dollar verschlingen. Deswegen ist es für die Produzenten sehr wichtig zu prüfen, ob die Kulisse vielleicht auch für andere Filme verwendbar ist. Ob sie also dort, wo sie aufgebaut wurde, belassen werden kann, um sie dann für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu vermieten - oder ob sie wieder abgerissen werden muss.
Bei einer weiteren Nutzung lässt sich die bestehende Kulisse relativ einfach durch neue Straßen- und Werbeschilder, andere Hausanstriche oder ausgetauschte Fensterläden verändern. Es ist also auch beim Setbau neben der Kreativität wirtschaftliches Denken der Produzenten gefordert.
Weltweit sucht der Herstellungsleiter mit dem Producer nach der ästhetisch passenden, organisatorisch machbaren und finanziell günstigsten Variante zum Dreh des Films. Neben den USA als Drehort locken beispielsweise Kanada mit seinen Steuervorteilen, Australien oder Neuseeland durch geringere Produktionskosten und alle drei Länder durch weniger strenge Auflagen ihrer Gewerkschaften. In England bietet eine spezielle staatliche Förderung (sale and lease back) einen Nettozuschuss zur Filmproduktion in Höhe von 10 bis 15 Prozent der Produktionskosten.
In Rumänien und Bulgarien entstehen neue, hochmoderne Studios, in denen man eine Kostenersparnis durch die geringeren Mitarbeiter- und Studiokosten von etwa 30 bis 50 Prozent erzielen kann.
Über das Studio in Bulgarien ist im Moment ein Bieterwettstreit zwischen mehreren amerikanischen Produktionsfirmen und auch der Bavaria Film entbrannt. Denn verschiedene Filmproduktionsgesellschaften möchten sich diese Vorteile sichern!
Diese Angebote sind so verlockend, dass sie in den letzten Jahren zu einer massiven Abwanderung großer Filmproduktionen aus Hollywood in diese Länder führten und seither der lokalen Filmindustrie jährliche Verluste in Milliardenhöhe bescheren.
Hollywood-Produktionen werden also seit vielen Jahren zunehmend weniger in Hollywood produziert. Deshalb plant Kalifornien seit Jahren die Einrichtung einer eigenen lokalen Filmförderung, und der neue Gouverneur Arnold Schwarzenegger forciert dies aus verständlichen Gründen, sodass mit diesem Geldstrom die Produzenten wieder in die Metropole des Films zurückkommen sollen.
Sobald vom Location Scout und vom Location Manager alle geeigneten Drehorte gefunden sind und die Verfügbarkeit vor Ort sichergestellt ist, erstellt das Team des Herstellungsleiters auf der Basis des Drehbuchs und der dortigen Preise eine erste Kalkulation des Films.
So können dann die Dreharbeiten zu einem amerikanischen Western plötzlich nach Mexiko, Spanien oder sogar nach Bulgarien verlegt werden, weil dort die Produktionskosten erheblich günstiger sind. Oder, wie bei dem vielfach preisgekrönten Film „Amadeus“ von Milos Forman geschehen, dessen Salzburger und Wiener Straßenszenen aus dem Leben von Wolfgang Amadeus Mozart zum größten Teil in Prag gedreht wurden, weil dort die winkligen Gassen und Häuser der Altstadt noch original so aussahen wie im Österreich des 18. Jahrhunderts.
Finden sich keine Originalschauplätze, wird das Set kurzerhand gebaut. Dieses spannende und kostenträchtige Kapitel trifft vor allem Filme, die in einer anderen Zeit spielen, so zum Beispiel “Ask the Dust” mit Colin Farell und Selma Hayek im Hollywood der 30er-Jahre. Hierfür wurde in Südafrika ein Set gebaut, das Häuser, Straßen, Straßenbahnen, Bürgersteige und Schaufenster jener Zeit zeigt. So eine Kulisse kann durchaus mehrere Millionen Dollar verschlingen. Deswegen ist es für die Produzenten sehr wichtig zu prüfen, ob die Kulisse vielleicht auch für andere Filme verwendbar ist. Ob sie also dort, wo sie aufgebaut wurde, belassen werden kann, um sie dann für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu vermieten - oder ob sie wieder abgerissen werden muss.
Bei einer weiteren Nutzung lässt sich die bestehende Kulisse relativ einfach durch neue Straßen- und Werbeschilder, andere Hausanstriche oder ausgetauschte Fensterläden verändern. Es ist also auch beim Setbau neben der Kreativität wirtschaftliches Denken der Produzenten gefordert.
Weltweit sucht der Herstellungsleiter mit dem Producer nach der ästhetisch passenden, organisatorisch machbaren und finanziell günstigsten Variante zum Dreh des Films. Neben den USA als Drehort locken beispielsweise Kanada mit seinen Steuervorteilen, Australien oder Neuseeland durch geringere Produktionskosten und alle drei Länder durch weniger strenge Auflagen ihrer Gewerkschaften. In England bietet eine spezielle staatliche Förderung (sale and lease back) einen Nettozuschuss zur Filmproduktion in Höhe von 10 bis 15 Prozent der Produktionskosten.
In Rumänien und Bulgarien entstehen neue, hochmoderne Studios, in denen man eine Kostenersparnis durch die geringeren Mitarbeiter- und Studiokosten von etwa 30 bis 50 Prozent erzielen kann.
Über das Studio in Bulgarien ist im Moment ein Bieterwettstreit zwischen mehreren amerikanischen Produktionsfirmen und auch der Bavaria Film entbrannt. Denn verschiedene Filmproduktionsgesellschaften möchten sich diese Vorteile sichern!
Diese Angebote sind so verlockend, dass sie in den letzten Jahren zu einer massiven Abwanderung großer Filmproduktionen aus Hollywood in diese Länder führten und seither der lokalen Filmindustrie jährliche Verluste in Milliardenhöhe bescheren.
Hollywood-Produktionen werden also seit vielen Jahren zunehmend weniger in Hollywood produziert. Deshalb plant Kalifornien seit Jahren die Einrichtung einer eigenen lokalen Filmförderung, und der neue Gouverneur Arnold Schwarzenegger forciert dies aus verständlichen Gründen, sodass mit diesem Geldstrom die Produzenten wieder in die Metropole des Films zurückkommen sollen.


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