Erste Filmkopie

Wie der Regisseur mit seinem Mischtonmeister in der Mischung den Sound jeder einzelnen Szene festlegt, so beschließt er mit seinem Kameramann bei der Lichtbestimmung im Kopierwerk den endgültigen Look der Bilder des Films. Szene für Szene stimmen sie die Licht-verhältnisse der verschiedenen Einstellungen aufeinander ab und nehmen dabei Einfluss auf die Farbgestaltung, Farbsättigung und den Kontrast der Bilder - bis sich alles zu einer in sich stimmigen und geschlossenen Welt der Geschichte zusammenfügen. Auf dieser Grundlage erstellt das Filmkopierwerk schließlich die so genannte Nullkopie, die erste Kopie des fertigen Films. Die wird nochmals auf ihre einwandfreie Bild- und Tonqualität hin überprüft und dann zur Erstellung aller weiteren Kopien freigegeben. Die Nullkopie selbst wird anschließend als wichtiges Originalexemplar des Films im Kopierwerk eingelagert und dient mit dem Originalnegativ als Sicherheit für alle Banken und Finanzierungspartner des Films.

Für den Verkauf ins Ausland gibt es spezielle Vorgaben zur Ablieferung des entsprechenden Materials. In der Regel ist dies eine Filmkopie und ein begleitendes Tonband mit der internationalen Fassung, auf dem die Dialoge der entsprechenden Landessprache neben den atmosphärischen Geräuschen und der Musik auf separaten Tonspuren angelegt sind. Dies ermöglicht den Vertriebspartnern in den verschiedenen Länder, die Originaldialoge des Films gegen eine synchronisierte Version in ihrer eigenen Landessprache auszutauschen.
Aufgrund dieser Entwicklung hatte ein Film früher gerade mal acht Tonspuren, während es heute 350 oder mehr sein können.

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