Universal

Das älteste überlebende Studio und das einzige mit einer eigenen Stadt. Es wurde 1912 von dem schwäbischen Einwanderer Carl Laemmle gegründet, der den Trend in San Fernando Valley auslöste, als er 1915 das Land für „Universal City“ in der Nähe von Burbank erwarb. Von den 20ern bis in die 40er-Jahre war Universal der König unter den B-Pictures, weil man größtenteils billigere Serienprodukte herstellte, daneben aber auch Klassiker des Horrorfilms und „Universal Jewels“ für den europäischen Markt. 1946 fusionierte die Firma mit International Films. Als Mitte der 50er-Jahre Decca Records die Mehrheit der Firma erwarb, begann die Konzentration auf Qualitätsproduktionen. In dieser Zeit war sie vor allem bekannt für Melodramen von Douglas Sirk und Komödien mit Doris Day und Rock Hudson. 1962 übernahm MCA die Kontrolle über Decca und Universal. In den 60er- und 70er-Jahren dominierte Universal City Studios Inc. die Fernsehproduktion. Die Firma wandte sich auch früh dem Geschäft mit Unterhaltungsparks zu, bot Ateliertouren an und errichtete in Orlando (Florida) ein „Studio“, um Touristen anzuziehen. Zwei Jahrzehnte lang arbeitete MCA-Universal eng mit Steven Spielberg zusammen, dessen Produktionsfirma Amblin Entertainment ihr Hauptquartier auf dem Studiogelände unterhielt. 1990 erwarb Matsushita MCA Inc. für 6,1 Milliarden Dollar. Im selben Jahr wurde in Orlando der Vergnügungspark Universal Studios Florida als Joint Venture der Rank Group Plc. mit MCA eröffnet. 1994 gründete Spielberg gemeinsam mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen sein eigenes Studio Dream Works SKG. 1995 verkaufte Matsushita 80 Prozent der Aktien an Edgar Bronfmans Seagram Company. 1996 erhielt die Firma MCA Inc. wieder den traditionsreichen Namen Universal Studios, Inc., die Musikabteilung wird in Universal Music Group umbenannt. Beide werden 1998 nach der Übernahme von PolyGram in die jeweiligen Firmenabteilungen eingegliedert.

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