MGM (Metro - Goldwyn - Mayer)

1924 aus der Fusion von Metro Pictures Corporation, Goldwyn Pictures-Corporation und Louis B. Mayer Pictures entstandenes Hollywood-Studio. Es erarbeitete sich schnell einen guten Ruf für qualitätvolle, intelligente Filme, verschob aber - unter Beibehaltung der Qualität – nach etwa zwölf Jahren das Gewicht auf leichte Unterhaltung. Das Studio erlebte in den 50er-Jahren – aufgrund der erfolgreichen Produktion von Musicals - seinen Höhepunkt. Als die Musicals aus der Mode kamen, ging es mit MGM schnell bergab, sodass man sich in den 60er- bis 80er-Jahren hauptsächlich auf die Archivschätze stützte. 1973 beendete MGM den Verleih der eigenen Filme und lizenzierte sie an United Artists und CIC. 1986 kaufte Ted Turner das durch den Kauf von UA mittlerweile umbenannte Studio MGM/UA, verkaufte die Film- und Fernsehproduktion anschließend weiter und behielt das MGM-Archiv. 1992 war das Studio Eigentum der Bank Crédit Lyonnais, wurde aber 1996 weiterverkauft und ging 1997 an die Börse. 1999 übernahm MGM das Polygram-Archiv mit 1300 Filmen und baute so seine Sammlung aus. Zudem gewann man einen Prozess, der verhinderte, dass Sony Pictures-Entertainment James-Bond-Filme produzierte. Dieser Erfolg sicherte MGM wieder die Zugehörigkeit zu den Major-Studios. 2004 war es mit dieser Unabhängigkeit vorbei, da Sony aufgrund der interessanten library MGM übernahm.

Werbung