Digitalschnitt
Frühe Computerschnittsysteme, die Mitte der 80er-Jahre verwendet wurden, arbeiteten mit mehreren Videokassettenrekordern, auf deren Videokassetten verschiedene Aufnahmen ge-speichert waren (umständlicher Prozess). Eine bessere, nicht-lineare Lösung wurde mit dem 1989 vorgestellten Avid Media Composer erreicht, der alle Einstellungen auf Magnetplatten speicherte und somit deren schnelle Ansteuerung ermöglichte. Im Gegensatz zum traditionellen Filmschnitt, bei dem die unter Umständen vielen hundert Einstellungen hintereinander auf Röllchen oder Galgen (Gestell, an dem einzelne Filmstreifen während der Arbeit griffbereit befestigt werden können) geordnet waren. Bei der Computerisierung dieser Arbeit werden die gesammelten Einstellungen in einer Datenbank gespeichert, was den Vorteil hat, dass bestimmte Einstellungen schneller gefunden und verschiedene Versionen leichter miteinander verglichen werden können. Da mit einer Disk und nicht mit einem linearen Band gearbeitet wird, ist außerdem ein schnelles Hin-und-her-Springen möglich. Für die Montage eines Films muss dieser zunächst auf Band überspielt, digitalisiert und komprimiert werden.


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