Nationaler und internationaler Markt
In Europa gab es nie eine Übermacht der Filmstudios wie in Amerika, wo diese als Finanziers, Hauptproduzenten und Verleiher ihrer Filme den Markt weitgehend beherrschen. Hier finanzierten die Produzenten ihre Filme vorwiegend selbst und gaben sie dann zur kommerziellen Auswertung an einen nationalen Filmverleih und einen Weltvertrieb. Im deutschen Film erfüllten im Laufe der 60er-Jahre zunehmend das Fernsehen und die Filmförderung die Rolle der Studios als Finanziers der Filme. Die Produzenten konnten durch Vorverkäufe oder Koproduktionen mit dem Fernsehen sowie durch die finanzielle Unterstützung der neu entstehenden Filmförderungen ihr Risiko erheblich minimieren.
Damit erhielt der deutsche Film eine neue wirtschaftliche Chance und erlebte während der 70er- und 80er-Jahre unter dem Markenzeichen „Neuer Deutscher Film“ oder „Autorenfilm“ seine größten internationalen Erfolge seit den 20er-Jahren. Regisseure wie Wolfgang Petersen („Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“, „Troja“), Wim Wenders („Paris, Texas“, „Buena Vista Social Club“), Uli Edel („Christiane F.“, „Last Exit to Brooklyn“, „Die Nebel von Avalon“, „Der Ring der Nibelungen“) oder Volker Schlöndorff („Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, „Die Blechtrommel“) gewannen mit ihren Filmen zahlreiche Preise auf internationalen Festivals bis hin zur Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film in Hollywood.
Doch in dem Wort „fremdsprachig“ liegt trotz aller Erfolge bis heute das größte wirtschaftliche Problem der deutschen Filme auf dem internationalen Markt. Sie sind in deutscher Sprache gedreht und darum nur bedingt konkurrenzfähig im weltweiten Filmgeschäft, das nach wie vor von englischsprachigen Filmen dominiert wird. Dies liegt vor allem daran, dass die Zuschauer im weltweit umsatzstärksten Filmmarkt Amerika fremdsprachige Filme. Die Finanzierung nur in der Originalsprache mit Untertiteln sehen wollen. Sie verweigern geradezu die in Deutschland bekannte, synchronisierte Fassung eines Films, in der die Dialoge der Originalsprache durch eine möglichst zeitgleiche Übersetzung ausgetauscht werden. Die daraus entstehenden Abweichungen in der Mimik und Lippenbewegung der Schauspieler zu ihrem gesprochenen Text stört die amerikanischen Zuschauer so sehr, dass sie aus der perfekten Magie der Traumwelt hinausgeworfen werden. Aus diesem Grund laufen fremdsprachige Filme in den USA immer in der Originalfassung mit englischen Untertiteln und bilden damit nur eine kleine Nische von weit unter 10 Prozent Anteil auf dem amerikanischen Filmmarkt.
Leider beherrscht die Übermacht der englischsprachigen Filme auch den deutschen Markt. Die Kinos sind durch die steigende Flut von vorwiegend amerikanischen Hollywoodproduktionen überbucht. Kleine deutsche Filme bekommen selten eine Chance und halten sich nur in Ausnahmefällen über mehrere Wochen in den Kinos.
Sie sind mittlerweile zu ihrer Refinanzierung in hohem Maße auf das Fernsehen angewiesen, denn dieser Zweig der Branche hat in Deutschland trotz der mehrjährigen Flaute, die jetzt wohl endet, nach wie vor die meisten finanziellen Mittel und den größten Programmbedarf. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte hat sich darum in Deutschland mehr eine Kultur hochwertiger und aufwendiger Fernsehfilme entwickelt, in denen zunehmend die Geschichten erzählt werden, die wir uns früher noch auf der Kinoleinwand angesehen haben.
So werden Mini-Serien oder auch TV-Event-Movies produziert, Zweiteiler wie zum Beispiel 2003 „Das Wunder von Lengede“ oder „Der Ring der Nibelungen“ auf SAT 1 im Jahr 2004, die mit sehr hohen Produktionskosten und einem hohen Staraufgebot versuchen, das Fernsehen auf das Qualitätsniveau und den Aufmerksamkeitslevel eines guten Kinofilmes zu bringen. Immer häufiger werden diese aufwendigen Produktionen von Medienfonds finanziert.
Der Ausnahmeerfolg im Jahr 2003 „Der Schuh des Manitu“ und auch die Ost-Komödie „Good bye, Lenin“ haben durch die Comedy den deutschen Film wieder nach vorn gebracht. Die in 2004 gelaufenen Produktionen wie die Edgar Wallace Persiflage „Der Wixxer“, der zweite Film von und mit Bully Herbig „(T)Raumschiff Surprise“ mit Christian Tramitz, Rick Kavanian und Til Schweiger sowie die Märchen-Adaption „Die sieben Zwerge - Männer allein im Wald“ mit Otto, Mirko Nontschew, Cosma Hagen und Heinz Hönig versprechen wieder eine für den deutschen Film erfolgreiche Saison.
Wie aber nun kommt der Produzent zu dem Geld, um hoffentlich die nächsten Kassenknüller zu produzieren?
Man unterscheidet aufgrund der verschiedenen Voraussetzungen bei der Finanzierung eines Films grundsätzlich zwischen nationalen und internationalen - sprich englischsprachigen - Projekten. Beide haben ihre eigenen, spezifischen Finanzierungs- und Vermarktungswege, die der Produzent beschreiten und ausschöpfen muss.
Damit erhielt der deutsche Film eine neue wirtschaftliche Chance und erlebte während der 70er- und 80er-Jahre unter dem Markenzeichen „Neuer Deutscher Film“ oder „Autorenfilm“ seine größten internationalen Erfolge seit den 20er-Jahren. Regisseure wie Wolfgang Petersen („Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“, „Troja“), Wim Wenders („Paris, Texas“, „Buena Vista Social Club“), Uli Edel („Christiane F.“, „Last Exit to Brooklyn“, „Die Nebel von Avalon“, „Der Ring der Nibelungen“) oder Volker Schlöndorff („Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, „Die Blechtrommel“) gewannen mit ihren Filmen zahlreiche Preise auf internationalen Festivals bis hin zur Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film in Hollywood.
Doch in dem Wort „fremdsprachig“ liegt trotz aller Erfolge bis heute das größte wirtschaftliche Problem der deutschen Filme auf dem internationalen Markt. Sie sind in deutscher Sprache gedreht und darum nur bedingt konkurrenzfähig im weltweiten Filmgeschäft, das nach wie vor von englischsprachigen Filmen dominiert wird. Dies liegt vor allem daran, dass die Zuschauer im weltweit umsatzstärksten Filmmarkt Amerika fremdsprachige Filme. Die Finanzierung nur in der Originalsprache mit Untertiteln sehen wollen. Sie verweigern geradezu die in Deutschland bekannte, synchronisierte Fassung eines Films, in der die Dialoge der Originalsprache durch eine möglichst zeitgleiche Übersetzung ausgetauscht werden. Die daraus entstehenden Abweichungen in der Mimik und Lippenbewegung der Schauspieler zu ihrem gesprochenen Text stört die amerikanischen Zuschauer so sehr, dass sie aus der perfekten Magie der Traumwelt hinausgeworfen werden. Aus diesem Grund laufen fremdsprachige Filme in den USA immer in der Originalfassung mit englischen Untertiteln und bilden damit nur eine kleine Nische von weit unter 10 Prozent Anteil auf dem amerikanischen Filmmarkt.
Leider beherrscht die Übermacht der englischsprachigen Filme auch den deutschen Markt. Die Kinos sind durch die steigende Flut von vorwiegend amerikanischen Hollywoodproduktionen überbucht. Kleine deutsche Filme bekommen selten eine Chance und halten sich nur in Ausnahmefällen über mehrere Wochen in den Kinos.
Sie sind mittlerweile zu ihrer Refinanzierung in hohem Maße auf das Fernsehen angewiesen, denn dieser Zweig der Branche hat in Deutschland trotz der mehrjährigen Flaute, die jetzt wohl endet, nach wie vor die meisten finanziellen Mittel und den größten Programmbedarf. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte hat sich darum in Deutschland mehr eine Kultur hochwertiger und aufwendiger Fernsehfilme entwickelt, in denen zunehmend die Geschichten erzählt werden, die wir uns früher noch auf der Kinoleinwand angesehen haben.
So werden Mini-Serien oder auch TV-Event-Movies produziert, Zweiteiler wie zum Beispiel 2003 „Das Wunder von Lengede“ oder „Der Ring der Nibelungen“ auf SAT 1 im Jahr 2004, die mit sehr hohen Produktionskosten und einem hohen Staraufgebot versuchen, das Fernsehen auf das Qualitätsniveau und den Aufmerksamkeitslevel eines guten Kinofilmes zu bringen. Immer häufiger werden diese aufwendigen Produktionen von Medienfonds finanziert.
Der Ausnahmeerfolg im Jahr 2003 „Der Schuh des Manitu“ und auch die Ost-Komödie „Good bye, Lenin“ haben durch die Comedy den deutschen Film wieder nach vorn gebracht. Die in 2004 gelaufenen Produktionen wie die Edgar Wallace Persiflage „Der Wixxer“, der zweite Film von und mit Bully Herbig „(T)Raumschiff Surprise“ mit Christian Tramitz, Rick Kavanian und Til Schweiger sowie die Märchen-Adaption „Die sieben Zwerge - Männer allein im Wald“ mit Otto, Mirko Nontschew, Cosma Hagen und Heinz Hönig versprechen wieder eine für den deutschen Film erfolgreiche Saison.
Wie aber nun kommt der Produzent zu dem Geld, um hoffentlich die nächsten Kassenknüller zu produzieren?
Man unterscheidet aufgrund der verschiedenen Voraussetzungen bei der Finanzierung eines Films grundsätzlich zwischen nationalen und internationalen - sprich englischsprachigen - Projekten. Beide haben ihre eigenen, spezifischen Finanzierungs- und Vermarktungswege, die der Produzent beschreiten und ausschöpfen muss.


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