Filmverleih
Das vorrangige Ziel jedes Produzenten ist es, seinen Film auf dem amerikanischen Markt - und dort natürlich zuerst in den Kinos - zu platzieren. Sobald ein amerikanisches Studio oder ein Filmverleih ihm einen Kinostart in den USA garantiert, steigt automatisch der Verkaufswert seines Films in allen Medien weltweit um bis zu 100 Prozent. Dies bedeutet nämlich, dass der Verleiher ein- bis zweistellige Millionenbeträge allein in die Promotion dieses Films investieren wird, um ihn im wichtigsten Kinomarkt und weltweit publik zu machen. Ein US-Kinostart gilt darum in der Branche gleichsam als Eintrittskarte in die oberste Spielklasse des internationalen Filmbusiness.
Immer wieder wird vergessen, wie manche Produzenten aus schmerzlicher Erfahrung versichern können, dass nicht jeder produzierte Kinofilm auch tatsächlich ins Kino kommt. Denn die Entscheidung, ob ein Film auf der Leinwand, dem Silver Screen, wirklich gezeigt wird, fällt erst nach Fertigstellung des Films. Erst nach Sichtung des Films und Vorführung mit Testpersonen - also wenn der Vertrieb die Erfolgsaussichten des Films und damit sein Risiko einschätzen kann - ist es sinnvoll, diese Entscheidung zu treffen.
Der Verleiher erwirbt vom Produzenten in dem erhofften Falle das Recht, seinen Film in den USA im Kino auszuwerten, und zahlt ihm hierfür in der Regel einen Mindestbetrag von einigen Hunderttausend bis manchmal sogar 20 oder 30 Millionen Euro vorab als so genannte Minimum Guaranty auf die zu erwartenden Erlöse. Diese Verleihgarantie steuert daher meist einen nicht unerheblichen Teil zur Finanzierung bei und beträgt zwischen 15 und 50 Prozent der Produktionskosten. Zusätzlich investiert der Verleih in die Vervielfältigung, Verbreitung und Bewerbung (P and A-Kosten = Print and Advertising) des Films einen Betrag, der zwischen 20 und 100 Prozent der Produktionskosten und sogar darüber liegen kann - je nach Genre und Popularität des Films.
Diese Garantiesumme eines amerikanischen Verleihers oder Studios schließt meist die gesamten Verwertungsrechte an dem Film in allen Medien der USA mit ein und ist dementsprechend hoch. Wenn sie sich nur auf die Kinoauswertung bezieht, bietet sie dem Produzenten neben der fixen Verleihgarantiesumme für die Finanzierung die Möglichkeit, seinen Film mit dem Gütesiegel eines amerikanischen Kinospielfilms in den weiteren Verwertungsmedien Video, DVD, Fernsehen und Internet selbst zu verkaufen. Dies eignet sich besonders für Low-Budget-Filme mit einem Etat von weniger als 5 Millionen Dollar, die unter Umständen allein schon durch lukrative Video- und Fernsehvorverkäufe Gewinne erwirtschaften können.
Denn von den Erlösen eines Films an der Kinokasse verbleiben in der Regel 50 Prozent beim jeweiligen Kino. Die zweite Hälfte teilen sich der Verleiher und der Produzent, wobei der Verleiher zunächst seine geleistete Garantiezahlung inklusive seiner Werbungs- und Verleihkosten einbehält. Somit fließt am Ende der Kinoauswertung meist nur ein Fünftel der Einnahmen von der Kinokasse direkt an den Produzenten zurück. Die übrigen vier Fünftel verschlingt der Vertrieb auf dem Weg zum Zuschauer.
In dieser Marktlage kann sich ein Film daher allein aus der Kinoauswertung nur refinanzieren, wenn er ein riesengroßer Erfolg wird und mindestens das Fünffache seiner Produktionskosten im Kino einspielt. Dies gelingt jedoch nur in den seltensten Fällen und ist schon gar nicht im Vorfeld kalkulierbar. Darum muss sich der Produzent durch den weiteren Vorverkauf seines Films absichern und alle möglichen Finanzierungsquellen nutzen.
Grundsätzlich kann auch ein Film mit einem Budget von bis zu zehn Millionen Dollar noch profitabel sein, wenn er nicht ins Kino kommt, sondern nur im TV und auf Video/DVD ausgewertet wird. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass auch die gesamten Werbekosten, die bei einer Kinoveröffentlichung nicht gering sind, erst wieder hereinkommen müssen. Gelingt dies nicht, müssen die Einnahmen aus den anderen Verwertungsfenstern, also zum Beispiel TV und Video, dafür verwendet werden.
Auf der anderen Seite lässt sich natürlich mehr für den Verkauf der TV-Rechte erzielen, wenn ein Film im Kino lief - und die Werbekosten zahlen sich natürlich auch für den Absatz der Videos/DVDs aus.
Also, einfach gesprochen, es ist kompliziert! Aber dafür gibt es erfahrene Vertriebsgesellschaften, die selbst schon sehr viele Filme herausgebracht haben und in der Regel über das nötige Fingerspitzengefühl verfügen, um den maximalen wirtschaftlichen Nutzen aus einem Film herauszuholen.
Immer wieder wird vergessen, wie manche Produzenten aus schmerzlicher Erfahrung versichern können, dass nicht jeder produzierte Kinofilm auch tatsächlich ins Kino kommt. Denn die Entscheidung, ob ein Film auf der Leinwand, dem Silver Screen, wirklich gezeigt wird, fällt erst nach Fertigstellung des Films. Erst nach Sichtung des Films und Vorführung mit Testpersonen - also wenn der Vertrieb die Erfolgsaussichten des Films und damit sein Risiko einschätzen kann - ist es sinnvoll, diese Entscheidung zu treffen.
Der Verleiher erwirbt vom Produzenten in dem erhofften Falle das Recht, seinen Film in den USA im Kino auszuwerten, und zahlt ihm hierfür in der Regel einen Mindestbetrag von einigen Hunderttausend bis manchmal sogar 20 oder 30 Millionen Euro vorab als so genannte Minimum Guaranty auf die zu erwartenden Erlöse. Diese Verleihgarantie steuert daher meist einen nicht unerheblichen Teil zur Finanzierung bei und beträgt zwischen 15 und 50 Prozent der Produktionskosten. Zusätzlich investiert der Verleih in die Vervielfältigung, Verbreitung und Bewerbung (P and A-Kosten = Print and Advertising) des Films einen Betrag, der zwischen 20 und 100 Prozent der Produktionskosten und sogar darüber liegen kann - je nach Genre und Popularität des Films.
Diese Garantiesumme eines amerikanischen Verleihers oder Studios schließt meist die gesamten Verwertungsrechte an dem Film in allen Medien der USA mit ein und ist dementsprechend hoch. Wenn sie sich nur auf die Kinoauswertung bezieht, bietet sie dem Produzenten neben der fixen Verleihgarantiesumme für die Finanzierung die Möglichkeit, seinen Film mit dem Gütesiegel eines amerikanischen Kinospielfilms in den weiteren Verwertungsmedien Video, DVD, Fernsehen und Internet selbst zu verkaufen. Dies eignet sich besonders für Low-Budget-Filme mit einem Etat von weniger als 5 Millionen Dollar, die unter Umständen allein schon durch lukrative Video- und Fernsehvorverkäufe Gewinne erwirtschaften können.
Denn von den Erlösen eines Films an der Kinokasse verbleiben in der Regel 50 Prozent beim jeweiligen Kino. Die zweite Hälfte teilen sich der Verleiher und der Produzent, wobei der Verleiher zunächst seine geleistete Garantiezahlung inklusive seiner Werbungs- und Verleihkosten einbehält. Somit fließt am Ende der Kinoauswertung meist nur ein Fünftel der Einnahmen von der Kinokasse direkt an den Produzenten zurück. Die übrigen vier Fünftel verschlingt der Vertrieb auf dem Weg zum Zuschauer.
In dieser Marktlage kann sich ein Film daher allein aus der Kinoauswertung nur refinanzieren, wenn er ein riesengroßer Erfolg wird und mindestens das Fünffache seiner Produktionskosten im Kino einspielt. Dies gelingt jedoch nur in den seltensten Fällen und ist schon gar nicht im Vorfeld kalkulierbar. Darum muss sich der Produzent durch den weiteren Vorverkauf seines Films absichern und alle möglichen Finanzierungsquellen nutzen.
Grundsätzlich kann auch ein Film mit einem Budget von bis zu zehn Millionen Dollar noch profitabel sein, wenn er nicht ins Kino kommt, sondern nur im TV und auf Video/DVD ausgewertet wird. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass auch die gesamten Werbekosten, die bei einer Kinoveröffentlichung nicht gering sind, erst wieder hereinkommen müssen. Gelingt dies nicht, müssen die Einnahmen aus den anderen Verwertungsfenstern, also zum Beispiel TV und Video, dafür verwendet werden.
Auf der anderen Seite lässt sich natürlich mehr für den Verkauf der TV-Rechte erzielen, wenn ein Film im Kino lief - und die Werbekosten zahlen sich natürlich auch für den Absatz der Videos/DVDs aus.
Also, einfach gesprochen, es ist kompliziert! Aber dafür gibt es erfahrene Vertriebsgesellschaften, die selbst schon sehr viele Filme herausgebracht haben und in der Regel über das nötige Fingerspitzengefühl verfügen, um den maximalen wirtschaftlichen Nutzen aus einem Film herauszuholen.


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