Einführung
Magic Time! - die besondere Magie des Films
„It‘s magic time!“ Mit dieser kleinen Beschwörungsformel, die er vor jeder Aufnahme unauffällig vor sich hinsprach, trat der legendäre Schauspieler Jack Lemmon während der Dreharbeiten eines Films tagtäglich vor die Kamera, um damit sich und seine Kollegen auf die gemeinsame Arbeit einzustimmen.
Jeder Film entführt uns auf eine magische Reise durch unbekannte Welten, die wir erleben wie einen plötzlich Wirklichkeit gewordenen Traum. Die ursprünglich magische Fähigkeit, seine Zuhörer oder Zuschauer in eine andere Welt zu versetzen, wurde im Verlauf der Kulturgeschichte in verschiedenen Kunstformen ausgestaltet und verfeinert. Sei es in der Literatur durch die Erschaffung von Bildern und Geschichten im Kopf oder im Theater durch ihre Darstellung auf der Bühne. Mit der Entwicklung der Filmtechnik zum Ende des 19. Jahrhunderts entsteht eine neue Kunstform, die ihre Jahrtausende alten Vorfahren plötzlich auf eine bis dahin ungeahnte wie bahnbrechende Weise vereint und sie damit revolutioniert, ja transformiert zu einer ganz neuen Wahrnehmung der Welt.
Während der ersten Filmvorführungen in den Varietees und Vergnügungsvierteln der Jahrhundertwende sehen europäische und amerikanische Bürger in sensationsheischenden Kurzfilmen plötzlich wilde Löwen aus dem afrikanischen Dschungel direkt auf sie zuspringen. Sie erleben zum ersten Mal vor ihren eigenen Augen die perfekte Illusion einer anderen Welt, die bis in die heutige Zeit nach dem Erlöschen der Lichter im Kino auf einer weißen Leinwand entsteht wie ein Traum, den wir mit offenen Augen und gespannter Aufmerksamkeit verfolgen.
Vor uns entfaltet sich ein fremdes Schicksal. Wie unter dem Mikroskop erleben wir ein ganzes Leben, verdichtet auf seine dramatisch wichtigsten Ereignisse, in emotional ergreifen-den und aufwühlenden Erlebnissen. Für zwei Stunden tauchen wir ein in eine andere Welt, lassen uns mitreißen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle von Sehnsucht, Trauer, Hass und Neid, Ehrgeiz oder dem unerschütterlichen Siegeswillen. Wir fiebern mit im Kampf um die Gerechtigkeit oder die große Liebe.
Dabei werden heute, nach über hundert Jahren der Erfahrung und Entwicklung, alle künstlerischen wie technischen Register der Filmkunst gezogen, um uns Zuschauer möglichst wirklichkeitsnah und unmittelbar an dem Geschehen teilhaben zu lassen. Für zwei Stunden sind wir selbst der Held oder die Heldin. Wir leben ihr Leben direkt mit, begleiten sie durch ihre Höhen und Tiefen, ihre Kämpfe, Niederlagen und Erfolge, bis tief hinein in die intimsten Details ihres Privatlebens.
Durch das Auge der Kamera erleben wir diese dramatischen Ereignisse wie mikroskopisch vergrößert und dabei verlangsamt oder beschleunigt im jeweiligen Atem der Geschichte.
Durch die unbewusst so ungeheuer bewegende Kraft der Musik ist unser Erleben dabei um ein Vielfaches emotional gesteigert. Wir sind selbst mittendrin in der Geschichte. Wir leben mit, entdecken verängstigt direkt vor uns die Dinosaurier von „Jurassic Park“, stehen ganz vorne auf der Reling der Titanic, fliegen mit Harry Potter beim Quidditch auf dem Besen, um hinterher das Kino wieder zu verlassen. Entspannt und erheitert vom vielen Lachen, beflügelt oder aufgebracht durch die Dramatik der Geschehnisse oder wie bezaubert von der Schönheit der Bilder. In jedem Fall sind wir am Ende in irgendeiner Form verwandelt durch den Eindruck, den das soeben künstlich wie künstlerisch Erlebte in unserem alltäglichen Leben und Empfinden hinterlassen hat. Wir lassen uns verzaubern durch das Eintauchen in eine fremde Welt, die durch ihre perfekte, überlebensgroße Inszenierung viel realer erscheint und intensiver wirkt als unsere eigene, oft mühsam durchlebte Alltagswelt.
So erscheint die Filmkunst mit ihren Sprösslingen, dem Fernsehen, Video/DVD und dem Internet, zu Beginn des dritten Jahrtausends wie ein vielfältiges und buntes Kaleidoskop des Lebens, das sich stetig weiterentwickelt zu neuen Erlebnissen der Welt, die uns im Spiegel der Kinoleinwand oder des Fernsehschirms mittlerweile tagtäglich vorgeführt werden.
Sei es zu unserer Unterhaltung oder darüber hinaus zur Erfahrung und zum Erlernen anderer Lebensformen und Kulturen. Die audiovisuellen Medien, ob Film, Fernsehen oder Internet, erweitern unser Bewusstsein von der Welt und beeinflussen zunehmend unser eigenes Leben und Erleben. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts sind sie zu einem unabdingbaren Bestandteil unseres Alltagslebens geworden. Darum lassen wir uns - wie damals als Kinder mit den Gute-Nacht-Geschichten unserer Eltern, die uns am Ende eines Tages hinüberführten in unsere nächtliche Welt der Träume - auch als Erwachsene noch immer wieder gerne von Film und Fernsehen hinübergeleiten in jene magische Welt. Zu neuen Filmen, zu neuen Träumen, zu immer wieder neuen Produkten unserer Phantasie, die allesamt geboren sind aus unseren innersten Wünschen, Lieben, Leiden, Nöten und Ängsten.
Wie entsteht nun so ein magisches Kaleidoskop des Lebens, oder - einfach ausgedrückt - wie macht man einen Film? Darum geht es in diesem Buch.
„It‘s magic time!“ Mit dieser kleinen Beschwörungsformel, die er vor jeder Aufnahme unauffällig vor sich hinsprach, trat der legendäre Schauspieler Jack Lemmon während der Dreharbeiten eines Films tagtäglich vor die Kamera, um damit sich und seine Kollegen auf die gemeinsame Arbeit einzustimmen.
Jeder Film entführt uns auf eine magische Reise durch unbekannte Welten, die wir erleben wie einen plötzlich Wirklichkeit gewordenen Traum. Die ursprünglich magische Fähigkeit, seine Zuhörer oder Zuschauer in eine andere Welt zu versetzen, wurde im Verlauf der Kulturgeschichte in verschiedenen Kunstformen ausgestaltet und verfeinert. Sei es in der Literatur durch die Erschaffung von Bildern und Geschichten im Kopf oder im Theater durch ihre Darstellung auf der Bühne. Mit der Entwicklung der Filmtechnik zum Ende des 19. Jahrhunderts entsteht eine neue Kunstform, die ihre Jahrtausende alten Vorfahren plötzlich auf eine bis dahin ungeahnte wie bahnbrechende Weise vereint und sie damit revolutioniert, ja transformiert zu einer ganz neuen Wahrnehmung der Welt.
Während der ersten Filmvorführungen in den Varietees und Vergnügungsvierteln der Jahrhundertwende sehen europäische und amerikanische Bürger in sensationsheischenden Kurzfilmen plötzlich wilde Löwen aus dem afrikanischen Dschungel direkt auf sie zuspringen. Sie erleben zum ersten Mal vor ihren eigenen Augen die perfekte Illusion einer anderen Welt, die bis in die heutige Zeit nach dem Erlöschen der Lichter im Kino auf einer weißen Leinwand entsteht wie ein Traum, den wir mit offenen Augen und gespannter Aufmerksamkeit verfolgen.
Vor uns entfaltet sich ein fremdes Schicksal. Wie unter dem Mikroskop erleben wir ein ganzes Leben, verdichtet auf seine dramatisch wichtigsten Ereignisse, in emotional ergreifen-den und aufwühlenden Erlebnissen. Für zwei Stunden tauchen wir ein in eine andere Welt, lassen uns mitreißen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle von Sehnsucht, Trauer, Hass und Neid, Ehrgeiz oder dem unerschütterlichen Siegeswillen. Wir fiebern mit im Kampf um die Gerechtigkeit oder die große Liebe.
Dabei werden heute, nach über hundert Jahren der Erfahrung und Entwicklung, alle künstlerischen wie technischen Register der Filmkunst gezogen, um uns Zuschauer möglichst wirklichkeitsnah und unmittelbar an dem Geschehen teilhaben zu lassen. Für zwei Stunden sind wir selbst der Held oder die Heldin. Wir leben ihr Leben direkt mit, begleiten sie durch ihre Höhen und Tiefen, ihre Kämpfe, Niederlagen und Erfolge, bis tief hinein in die intimsten Details ihres Privatlebens.
Durch das Auge der Kamera erleben wir diese dramatischen Ereignisse wie mikroskopisch vergrößert und dabei verlangsamt oder beschleunigt im jeweiligen Atem der Geschichte.
Durch die unbewusst so ungeheuer bewegende Kraft der Musik ist unser Erleben dabei um ein Vielfaches emotional gesteigert. Wir sind selbst mittendrin in der Geschichte. Wir leben mit, entdecken verängstigt direkt vor uns die Dinosaurier von „Jurassic Park“, stehen ganz vorne auf der Reling der Titanic, fliegen mit Harry Potter beim Quidditch auf dem Besen, um hinterher das Kino wieder zu verlassen. Entspannt und erheitert vom vielen Lachen, beflügelt oder aufgebracht durch die Dramatik der Geschehnisse oder wie bezaubert von der Schönheit der Bilder. In jedem Fall sind wir am Ende in irgendeiner Form verwandelt durch den Eindruck, den das soeben künstlich wie künstlerisch Erlebte in unserem alltäglichen Leben und Empfinden hinterlassen hat. Wir lassen uns verzaubern durch das Eintauchen in eine fremde Welt, die durch ihre perfekte, überlebensgroße Inszenierung viel realer erscheint und intensiver wirkt als unsere eigene, oft mühsam durchlebte Alltagswelt.
So erscheint die Filmkunst mit ihren Sprösslingen, dem Fernsehen, Video/DVD und dem Internet, zu Beginn des dritten Jahrtausends wie ein vielfältiges und buntes Kaleidoskop des Lebens, das sich stetig weiterentwickelt zu neuen Erlebnissen der Welt, die uns im Spiegel der Kinoleinwand oder des Fernsehschirms mittlerweile tagtäglich vorgeführt werden.
Sei es zu unserer Unterhaltung oder darüber hinaus zur Erfahrung und zum Erlernen anderer Lebensformen und Kulturen. Die audiovisuellen Medien, ob Film, Fernsehen oder Internet, erweitern unser Bewusstsein von der Welt und beeinflussen zunehmend unser eigenes Leben und Erleben. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts sind sie zu einem unabdingbaren Bestandteil unseres Alltagslebens geworden. Darum lassen wir uns - wie damals als Kinder mit den Gute-Nacht-Geschichten unserer Eltern, die uns am Ende eines Tages hinüberführten in unsere nächtliche Welt der Träume - auch als Erwachsene noch immer wieder gerne von Film und Fernsehen hinübergeleiten in jene magische Welt. Zu neuen Filmen, zu neuen Träumen, zu immer wieder neuen Produkten unserer Phantasie, die allesamt geboren sind aus unseren innersten Wünschen, Lieben, Leiden, Nöten und Ängsten.
Wie entsteht nun so ein magisches Kaleidoskop des Lebens, oder - einfach ausgedrückt - wie macht man einen Film? Darum geht es in diesem Buch.


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