Ablauf eines Drehtags
Wie bereits erwähnt, regelt die Tagesdisposition wie ein Uhrwerk den reibungslosen Ablauf eines jeden Drehtags. Meist schon ab 4 Uhr früh bereiten die ersten Crews der Beleuchter und Bühnenarbeiter, der Fahrer und Produktionsassistenten den Dreh vor. Alle Schauspieler und manchmal sogar Dutzende von Komparsen müssen von der Abteilung Make-up und Kostüme rechtzeitig geschminkt und eingekleidet werden.
Kurz vor Drehbeginn begutachtet der Regisseur noch einmal mit dem Kameramann das Motiv und seine Ausstattung, den Look der Schauspieler und alle wichtigen Requisiten. Dabei besprechen sie gemeinsam die Drehabfolge der geplanten Szenen an diesem Motiv, bevor sie zusammen mit den Schauspielern die erste Szene durchproben. Sei es entlang dem bereits erwähnten Storyboard, in dem jede Einstellung der Kamera vorskizziert ist, oder, in der Tradition des Theaters, aus dem Zusammenspiel der Schauspieler entwickelt.
Beim Dreh der einzelnen Szenen kommt es nun vor allem auf das Zusammenspiel der verschiedenen Teams hinter und vor der Kamera an. Je besser alle harmonieren, umso schneller kann eine Einstellung abgedreht werden. Letztlich hängt in diesem Moment alles davon ab, wie oft jede Einstellung wiederholt werden muss, bis alle technischen Probleme beseitigt sind und der Regisseur mit der Darstellung seiner Schauspieler zufrieden ist.
So kann es sein, dass der Sprung eines Schauspielers aus dem Fenster mehrfach aufgenommen wird, weil der Regisseur erst im Schnittraum festlegen will, ob der zähe Agent nun vorwärts oder rückwärts aus dem Fenster gestoßen wird, ob er aufs Gesicht, auf die Seite oder den Rücken fällt, ob er sich frisch (war ja nur der vierte Stock !) oder gequält wieder erhebt, ob in seinem Haar oder auf seinem Anzug noch Glassplitter sind oder nicht. All dies muss der Schauspieler zur Befriedigung des Regisseurs erdulden - genauso empfinden dies auch viele Schauspieler -, aber nur die Disziplin macht den mittelmäßigen Schauspieler zum großen Star.
So werden auf mehr oder weniger aufwendige Weise die einzelnen Szenen des Films abgedreht, in vielen kleinen Einzelstücken der verschiedenen Einstellungen. Damit diese vielen Einzelstücke in der Nachbearbeitung vom Cutter, dem Schnittmeister des Films, richtig zusammengefügt werden können, wurde die berühmte Filmklappe erfunden, die zu Beginn jeder Aufnahme vor die Kamera gehalten wird. Auf ihr sind alle wichtigen Daten der jeweiligen Einstellung notiert und auf ihren Schlag hin synchronisiert der Cutter in der Nachbearbeitung das Bild und den getrennt aufgezeichneten Ton jeder einzelnen Einstellung des Films.
Damit diese vielen Einstellungen einer einzigen Szene, die oft an verschiedenen Tagen und an wechselnden Drehorten abgedreht werden, auch in sich zusammenpassen, sodass der Held sein Haus auch mit dem Hut betritt, den er gerade noch auf der Straße getragen hat, gibt es im Film die wichtige Position Continuity oder Script. Hier werden die einzelnen Übergänge und Anschlüsse von einer Einstellung zur nächsten in allen Details festgehalten und überwacht. Das reicht von den einzelnen Requisiten eines Motivs über die Kostüme, Frisuren und das Make-up der Darsteller bis hin zur Anordnung der vergifteten Häppchen auf einem Tablett, das dem Hauptdarsteller bei einem Festbankett von seinem niederträchtigen Gegenspieler in Nahaufnahme präsentiert wird.
Die Continuity ist eine wichtige Hilfe für den Regisseur, gleichsam sein Vergrößerungs- und Kontrollglas, seine visuelle Rückversicherung. Ihr wichtigstes Handwerkszeug neben den schriftlichen Aufzeichnungen sind vor allem Polaroids, mit deren Hilfe die Anordnung eines Sets oder der Look des Darstellers am Ende jeder Einstellung blitzschnell festgehalten werden kann.
Sobald ein Motiv abgedreht ist, geht es möglichst rasch auf zum Motivwechsel. Dort wiederholt sich dasselbe noch einmal von vorn: die Motivvorbereitung, der Dreh und der Motivabbau. Am Ende übergibt der Location Manager den Drehort wieder fertig aufgeräumt seiner alltäglichen Bestimmung.
Kurz vor Drehbeginn begutachtet der Regisseur noch einmal mit dem Kameramann das Motiv und seine Ausstattung, den Look der Schauspieler und alle wichtigen Requisiten. Dabei besprechen sie gemeinsam die Drehabfolge der geplanten Szenen an diesem Motiv, bevor sie zusammen mit den Schauspielern die erste Szene durchproben. Sei es entlang dem bereits erwähnten Storyboard, in dem jede Einstellung der Kamera vorskizziert ist, oder, in der Tradition des Theaters, aus dem Zusammenspiel der Schauspieler entwickelt.
Beim Dreh der einzelnen Szenen kommt es nun vor allem auf das Zusammenspiel der verschiedenen Teams hinter und vor der Kamera an. Je besser alle harmonieren, umso schneller kann eine Einstellung abgedreht werden. Letztlich hängt in diesem Moment alles davon ab, wie oft jede Einstellung wiederholt werden muss, bis alle technischen Probleme beseitigt sind und der Regisseur mit der Darstellung seiner Schauspieler zufrieden ist.
So kann es sein, dass der Sprung eines Schauspielers aus dem Fenster mehrfach aufgenommen wird, weil der Regisseur erst im Schnittraum festlegen will, ob der zähe Agent nun vorwärts oder rückwärts aus dem Fenster gestoßen wird, ob er aufs Gesicht, auf die Seite oder den Rücken fällt, ob er sich frisch (war ja nur der vierte Stock !) oder gequält wieder erhebt, ob in seinem Haar oder auf seinem Anzug noch Glassplitter sind oder nicht. All dies muss der Schauspieler zur Befriedigung des Regisseurs erdulden - genauso empfinden dies auch viele Schauspieler -, aber nur die Disziplin macht den mittelmäßigen Schauspieler zum großen Star.
So werden auf mehr oder weniger aufwendige Weise die einzelnen Szenen des Films abgedreht, in vielen kleinen Einzelstücken der verschiedenen Einstellungen. Damit diese vielen Einzelstücke in der Nachbearbeitung vom Cutter, dem Schnittmeister des Films, richtig zusammengefügt werden können, wurde die berühmte Filmklappe erfunden, die zu Beginn jeder Aufnahme vor die Kamera gehalten wird. Auf ihr sind alle wichtigen Daten der jeweiligen Einstellung notiert und auf ihren Schlag hin synchronisiert der Cutter in der Nachbearbeitung das Bild und den getrennt aufgezeichneten Ton jeder einzelnen Einstellung des Films.
Damit diese vielen Einstellungen einer einzigen Szene, die oft an verschiedenen Tagen und an wechselnden Drehorten abgedreht werden, auch in sich zusammenpassen, sodass der Held sein Haus auch mit dem Hut betritt, den er gerade noch auf der Straße getragen hat, gibt es im Film die wichtige Position Continuity oder Script. Hier werden die einzelnen Übergänge und Anschlüsse von einer Einstellung zur nächsten in allen Details festgehalten und überwacht. Das reicht von den einzelnen Requisiten eines Motivs über die Kostüme, Frisuren und das Make-up der Darsteller bis hin zur Anordnung der vergifteten Häppchen auf einem Tablett, das dem Hauptdarsteller bei einem Festbankett von seinem niederträchtigen Gegenspieler in Nahaufnahme präsentiert wird.
Die Continuity ist eine wichtige Hilfe für den Regisseur, gleichsam sein Vergrößerungs- und Kontrollglas, seine visuelle Rückversicherung. Ihr wichtigstes Handwerkszeug neben den schriftlichen Aufzeichnungen sind vor allem Polaroids, mit deren Hilfe die Anordnung eines Sets oder der Look des Darstellers am Ende jeder Einstellung blitzschnell festgehalten werden kann.
Sobald ein Motiv abgedreht ist, geht es möglichst rasch auf zum Motivwechsel. Dort wiederholt sich dasselbe noch einmal von vorn: die Motivvorbereitung, der Dreh und der Motivabbau. Am Ende übergibt der Location Manager den Drehort wieder fertig aufgeräumt seiner alltäglichen Bestimmung.


hrung.png)








