Drehbuch 2
In seiner Entwicklungsphase läuft ein Drehbuch nicht nur durch mehrere Fassungen, sondern oft auch durch die Hand mehrerer Autoren, die es in Dialogen, Spannung oder Komik noch verfeinern und manchmal auch speziell auf die ausgewählten Stars und deren besondere Fähigkeiten hin umschreiben. So ist es auch nicht unüblich, dass sogar während der Dreharbeiten noch am Drehbuch gearbeitet wird, nachdem der Hauptdarsteller festgestellt hat, dass er von seinem Widersacher nicht ins Gesicht geschlagen werden will, sondern der ihn nach dem zu ändernden Buch nur beschimpfen darf!
Der Produzent begleitet und steuert mit seinem Dramaturgen diesen aktiven Prozess und sichert sich gleichzeitig alle Stoffrechte an seinem Film. Für das Drehbuch wird ein Certificate of Registration (eine Eintragungsbescheinigung) erstellt und danach in den Copyright Office Records, also in den offiziellen Urheberrechtsakten, niedergelegt und registriert und ist damit für den, beziehungsweise die Autoren rechtlich geschützt. Da der Ideenklau natürlich auch im Filmgeschäft umgeht, ist es mittlerweile so, dass bei einigen kurz vor der Produktion befindlichen oder sehr teuren Drehbüchern die Drehbücher einzeln nummeriert, registriert und auf farbigem Papier gedruckt werden, damit sie nicht kopiert werden können oder zumindest der Übeltäter dingfest gemacht werden kann.
Bei den Filmen von Woody Allen („Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“, „Zelig“, „Hannah und ihre Schwestern“) bekommen die Schauspieler sogar erst am Set die Drehbücher ausgehändigt. Im Vorfeld erhielten sie gerade mal eine Zusammenfassung der Geschichte, aufgrund derer sie sich für oder gegen den Film und die Zusammenarbeit mit dem Kultregisseur entscheiden müssen.
Um die Qualität eines Drehbuchs professionell bewerten zu können, gibt es international tätige „Reader“, das sind Gesellschaften, die Drehbücher lesen und bewerten. In den Bewertungen wird beurteilt, ob die Idee, die dem Drehbuch zugrunde liegt, originell ist oder schon hunderte Male verfilmt wurde, ob die geschilderten Figuren glaubhaft sind, ob die Geschichte in sich schlüssig und auch glaubhaft ist, und wie dieses Buch in die momentane Filmlandschaft passt.
Da diese Gesellschaften jährlich viele hundert Drehbücher beurteilen, haben sie einen sehr guten Überblick über die weltweit in Vorbereitung befindlichen Projekte und können deshalb dem Produzenten eine sehr gute Einschätzung der Marktakzeptanz geben. Ebenso überblicken sie, ob möglicherweise zwei Projekte mit einem ähnlichen Thema ins Kino kommen könnten, was dann beide Produzenten Marktpotenzial kosten würde. Die Kosten für die vier- bis achtseitige Bewertung eines Drehbuchs bewegen sich zwischen 150 und 750 Dollar, sodass es für den Produzenten sehr viel Sinn macht, verschiedene professionelle Meinungen einzuholen. Die Bedeutung des Drehbuchs hat mir Ende Oktober 2004 der mehrfach Oscar premierte Arthur Cohn bei einem schönen Dinner im Kultrestaurant von Wolfgang Puck, „Spago“ in Beverly Hills bestätigt: „Das Drehbuch ist die halbe Miete, bringt mindestens 50% der Ergebnisse: Aus einem wirklich guten Drehbuch kann selbst ein schlechter Regisseur keinen völlig erfolglosen Film machen, aber an einem schlechten Drehbuch wird sogar ein Spitzenregisseur scheitern.“
Der Produzent begleitet und steuert mit seinem Dramaturgen diesen aktiven Prozess und sichert sich gleichzeitig alle Stoffrechte an seinem Film. Für das Drehbuch wird ein Certificate of Registration (eine Eintragungsbescheinigung) erstellt und danach in den Copyright Office Records, also in den offiziellen Urheberrechtsakten, niedergelegt und registriert und ist damit für den, beziehungsweise die Autoren rechtlich geschützt. Da der Ideenklau natürlich auch im Filmgeschäft umgeht, ist es mittlerweile so, dass bei einigen kurz vor der Produktion befindlichen oder sehr teuren Drehbüchern die Drehbücher einzeln nummeriert, registriert und auf farbigem Papier gedruckt werden, damit sie nicht kopiert werden können oder zumindest der Übeltäter dingfest gemacht werden kann.
Bei den Filmen von Woody Allen („Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“, „Zelig“, „Hannah und ihre Schwestern“) bekommen die Schauspieler sogar erst am Set die Drehbücher ausgehändigt. Im Vorfeld erhielten sie gerade mal eine Zusammenfassung der Geschichte, aufgrund derer sie sich für oder gegen den Film und die Zusammenarbeit mit dem Kultregisseur entscheiden müssen.
Um die Qualität eines Drehbuchs professionell bewerten zu können, gibt es international tätige „Reader“, das sind Gesellschaften, die Drehbücher lesen und bewerten. In den Bewertungen wird beurteilt, ob die Idee, die dem Drehbuch zugrunde liegt, originell ist oder schon hunderte Male verfilmt wurde, ob die geschilderten Figuren glaubhaft sind, ob die Geschichte in sich schlüssig und auch glaubhaft ist, und wie dieses Buch in die momentane Filmlandschaft passt.
Da diese Gesellschaften jährlich viele hundert Drehbücher beurteilen, haben sie einen sehr guten Überblick über die weltweit in Vorbereitung befindlichen Projekte und können deshalb dem Produzenten eine sehr gute Einschätzung der Marktakzeptanz geben. Ebenso überblicken sie, ob möglicherweise zwei Projekte mit einem ähnlichen Thema ins Kino kommen könnten, was dann beide Produzenten Marktpotenzial kosten würde. Die Kosten für die vier- bis achtseitige Bewertung eines Drehbuchs bewegen sich zwischen 150 und 750 Dollar, sodass es für den Produzenten sehr viel Sinn macht, verschiedene professionelle Meinungen einzuholen. Die Bedeutung des Drehbuchs hat mir Ende Oktober 2004 der mehrfach Oscar premierte Arthur Cohn bei einem schönen Dinner im Kultrestaurant von Wolfgang Puck, „Spago“ in Beverly Hills bestätigt: „Das Drehbuch ist die halbe Miete, bringt mindestens 50% der Ergebnisse: Aus einem wirklich guten Drehbuch kann selbst ein schlechter Regisseur keinen völlig erfolglosen Film machen, aber an einem schlechten Drehbuch wird sogar ein Spitzenregisseur scheitern.“


hrung.png)








