Bibliotheksverkauf
Wenn der Produzent auf diese Weise mehrere Filme herstellt, schafft er sich damit einen eigenen Filmrechtestock - eine kleine Bibliothek an Werken, die er über Jahre im konstanten Vertrieb immer wieder verwerten kann, ohne dass erneute Produktionskosten anfallen. Diese stetig anwachsende Filmbibliothek bildet langfristig gesehen gleichsam das Rückgrat seiner Produktionsfirma, seine virtuelle Schatzkammer, aus der er durch zeitlich begrenzte Lizenzverkäufe immer wieder neues Kapital generieren kann. Dies war beispielsweise das Hauptmotiv für Sony bei der Übernahme von MGM!
Und auch Michael Jackson hatte sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere eine Bibliothek gekauft: die Musikrechte der Beatles, die ihm heute noch - Gott sei Dank - ordentliche laufende Einnahmen sichern. Denn die Rechte an guter Musik oder guten Filmen sind über viele Jahrzehnte eine werthaltige Anlage.
Bis heute sehen die Fernsehzuschauer jedes Jahr immer wieder gerne die Verfilmung der Trilogie „Sissi“ mit der jungen Romy Schneider. Zu jedem Jubiläum eines Schauspielers oder berühmten Regisseurs werden ihre früheren Filme von den TV-Sendern hervorgeholt und ausgestrahlt. Die Sender können ihren hohen Programmbedarf an Spielfilmen aus Kostengründen nur zu einem geringen Teil durch Neuproduktionen abdecken. Den überwiegenden Anteil bestreiten sie mit Wiederholungen - und dabei werden immer wieder neue Lizenzgebühren fällig.
Doch wer, außer Michael Jackson, kauft solche Bibliotheken? Die Antwort ist: Alle, die an einer langfristigen Einnahme interessiert sind, also auch vermögende Privatinvestoren. In erster Linie sind es allerdings Unternehmen aus der Medienbranche wie Fernsehsender, die immer wiederkehrende Kosten für die mehrfachen Lizensierungen vermeiden möchten. Ebenso Studios, die ihre Bibliothek auffrischen und verbreitern möchten, ein Produzent, der den Film damals entwickelt hatte oder ein Schauspieler, für den dieser Film zum Durchbruch wurde. Auch Weltvertriebe sind interessiert, um ihr Angebot für die Sender interessanter zu machen.
Es gibt also ein breites Feld von potenziellen Käufern, die mit Kapitalkraft auf die nächste auf dem Markt verfügbare Bibliothek warten. Wichtig ist ein großer Bestand von Filmrechten (mehr als fünfzig) mit einer guten Mischung aus alten und neuen Produktionen sowie verschiedenen Genres, um auch einen breiten potenziellen Käufermarkt ansprechen zu können.
Aus diesem Grund bewerten Banken und Vertriebsfirmen allein den Bibliothekswert eines Filmprojektes nach einer Auswertungsphase von fünf Jahren immer noch mit zwischen 10 und 20 Prozent seines Produktionsbudgets, in seltenen Ausnahmefällen sogar mit 30 Prozent und mehr. Auch diese Tatsache belegt eindrücklich, wie weitläufig und langfristig der Produzent die Auswertung jedes seiner Filmprojekte planen und betreiben kann, um daraus die größtmögliche Wertschöpfung zu erzielen.
Und auch Michael Jackson hatte sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere eine Bibliothek gekauft: die Musikrechte der Beatles, die ihm heute noch - Gott sei Dank - ordentliche laufende Einnahmen sichern. Denn die Rechte an guter Musik oder guten Filmen sind über viele Jahrzehnte eine werthaltige Anlage.
Bis heute sehen die Fernsehzuschauer jedes Jahr immer wieder gerne die Verfilmung der Trilogie „Sissi“ mit der jungen Romy Schneider. Zu jedem Jubiläum eines Schauspielers oder berühmten Regisseurs werden ihre früheren Filme von den TV-Sendern hervorgeholt und ausgestrahlt. Die Sender können ihren hohen Programmbedarf an Spielfilmen aus Kostengründen nur zu einem geringen Teil durch Neuproduktionen abdecken. Den überwiegenden Anteil bestreiten sie mit Wiederholungen - und dabei werden immer wieder neue Lizenzgebühren fällig.
Doch wer, außer Michael Jackson, kauft solche Bibliotheken? Die Antwort ist: Alle, die an einer langfristigen Einnahme interessiert sind, also auch vermögende Privatinvestoren. In erster Linie sind es allerdings Unternehmen aus der Medienbranche wie Fernsehsender, die immer wiederkehrende Kosten für die mehrfachen Lizensierungen vermeiden möchten. Ebenso Studios, die ihre Bibliothek auffrischen und verbreitern möchten, ein Produzent, der den Film damals entwickelt hatte oder ein Schauspieler, für den dieser Film zum Durchbruch wurde. Auch Weltvertriebe sind interessiert, um ihr Angebot für die Sender interessanter zu machen.
Es gibt also ein breites Feld von potenziellen Käufern, die mit Kapitalkraft auf die nächste auf dem Markt verfügbare Bibliothek warten. Wichtig ist ein großer Bestand von Filmrechten (mehr als fünfzig) mit einer guten Mischung aus alten und neuen Produktionen sowie verschiedenen Genres, um auch einen breiten potenziellen Käufermarkt ansprechen zu können.
Aus diesem Grund bewerten Banken und Vertriebsfirmen allein den Bibliothekswert eines Filmprojektes nach einer Auswertungsphase von fünf Jahren immer noch mit zwischen 10 und 20 Prozent seines Produktionsbudgets, in seltenen Ausnahmefällen sogar mit 30 Prozent und mehr. Auch diese Tatsache belegt eindrücklich, wie weitläufig und langfristig der Produzent die Auswertung jedes seiner Filmprojekte planen und betreiben kann, um daraus die größtmögliche Wertschöpfung zu erzielen.


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